Die Menhire von Pranu Muteddu bei Goni

Es heißt, Pranu Muteddu sei das Stonehenge  Sardiniens. Wir fahren auf der SP23, circa 3 Kilometer vor Goni liegt der historische Park von Pranu Muteddu. Am Eingang befindet sich wieder das obligatorische Kassenhäuschen, hinter dessen Türe sich eine kleine Sardin vor dem Regen versteckte . Ich weiß heute noch nicht, wer sich von uns mehr erschreckte. Sie, weil sie mit niemandem gerechnet hatte an diesem Tag und mich auch nicht kommen sah oder ich, weil ich dachte, da sei niemand heute und plötzlich ein Gesicht vor mir auftauchte, wie der Geist aus der Flasche. Das Gelände wird durch die Straße in zwei Bereiche geteilt und man sieht etwa  60 Menhire in verschiedensten Größen und Formen. Einige der Menhire sind über zwei Meter hoch. Die längste Reihe der mit Steinwerkzeug behauenen Menhire  besteht aus  zwanzig Steinen aufgereiht wie an einer Perlenschnur.

Es gibt auch vier Grabstätten auf dem archäologischem Gelände, hier eines der Gräber. Am Eingang von diesem Grab steht ein Menhir, der Wächter des Grabes. Die Grabkammer wurde durch das viereckige Loch betreten. Unvorstellbar der Kraftaufwand, dieses Loch in den Stein zu hauen mit den damaligen Werkzeugen.

Hier ist das Grab von der Seite, und man sieht, dass die Grabkammer die Mitte bildet, weiter kommen dann noch zwei bis drei Mauerreihen, die die Grabkammer umgeben.

Das zweite Grab, es ist nicht ganz so kunstvoll aufgebaut und auch nicht mehr ganz so gut erhalten.

Es ist ein sehr weitläufiges Gelände, man sollte sich zur Besichtigung Zeit nehmen und  findet immer wieder einzelne Menhire.

Als wir dort im April waren, waren die Wiesen und Korkeichen im satten Grün, auch sehr schöne Pflanzen wuchsen dort auf der Wiese . Leider war zu unserem Zeitpunkt wieder nur die eine Seite des Parks offen, ist halt der Nachteil der Nebensaison.

Garmin GPS Daten vom Eingang : N39° 34.058′ E9° 16.146′

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