Monte Ferru und als Gipfelziel der Monte Urtigu

Der Monte Ferru bezeichnet ein Vulkanmassiv, das sich im Westen Sardiniens, grob zwischen den Orten Cuglieri und Santu Lussurgiu, auftürmt. Der Name lässt schon auf eisenhaltiges Gestein schließen, das vor allem aus Basalt und Trachyt besteht. Der Stein schimmert schon sehr rot und man kann ihn als rot abgeschliffenes Reiskörnchen an den Stränden der Sinis wiederfinden.

Wir machten uns auf, den höchsten Gipfel des Monte Ferru, den Monte Urtigu mit 1050m , zu erkunden. Dazu fährt man die Straße von Cuglieri nach Santa Lussurgiu und biegt rechts in eine doch relativ desolate Schotterstraße ein, die zu den Sendemasten der RAI , zur Punta Badde Urbara, führt. Dort kann man sein Auto gut abstellen und macht sich auf den Weg.

Zunächst geht der Weg relativ geradeaus an einer Forststation vorbei etwa einen Kilometer lang. Schon von hier aus genießt man schöne Weitblicke und sieht dann auch schon die nächsten Sendemasten, nämlich die auf dem Urtigu, unserem Ziel.

Nun geht es eine langgestreckte  Serpentine hoch und man erreicht eine angelegte, relativ große Kiesfläche. Wofür die gemacht wurde, erschließt sich mir nicht. Kurz danach biegt man links ab und geht wieder ein Stück hinunter, immer den Urtigu im Blick behaltend, denn er weist den Weg.

Auf der rechten Seite befindet sich dann auch ein kleiner Gipfel, der Weg war aber durch ein Tor geschlossen. Dann zweigt ein mickrig kleiner Wanderweg links ab zum Gipfel. Wir sind schlankerhand daran vorbeigelaufen, es gab keine Kennzeichnung oder wir haben sie im Gestrüpp nicht gesehen.

Also gingen wir den breiten Schotterweg einfach weiter, vorbei an bizarren Felsformationen und super Ausblicken auf die gesamte Westküste in diesem Bereich.

Von der Küste Bosas bis runter zur Costa Verde, die Stagni bei Cabras, die kleinen Ortschaften Santa Caterina die Pittinuri, Cuglieri und auf der anderen Seite Richtung Osten die Bergketten bis hin zum Gennargentu.

Jetzt im Frühsommer blühte es auch noch allerorten.

Schließlich landeten wir an der Sendestation, einige wenige Meter unterhalb des Gipfels. Kurz überlegt, ob wir noch auf den Gipfel hochgehen, aber das unwegsame Gestrüpp hat uns davon abgehalten, hätte auch von der Aussicht her keinen Mehrwert gehabt.

Von hier oben kann man auch ganz genau die zahlreichen Vulkankegel sehen, die sich weiter unten aufreihen.

Nach ausgiebiger Rundumsicht und einer Pause mit reichlich Getränk, denn es war doch schon recht heiß geworden, gingen wir denselben Weg wieder zurück. Dabei wanderte noch reichlich frischer Thymian in meinen Rucksack.

Als Tipp und wenn man Zeit und Lust hat, kann man auch an der Stelle, wo man auf den geraden Weg wieder trifft , noch abbiegen und an die Abbruchkante vorgehen, so etwa 10 Minuten. Da sieht man dann auch sehr interessante vulkanische Gesteinsformationen.

Insgesamt braucht man so um die drei Stunden, wenn man die Sache gemütlich angeht und Pausen und Ausblicke mit einrechnet. Der Weg ist schattenlos, bedeutet genügend Wasser und eine Kopfbedeckung wären nicht das Schlechteste.

Garmin GPS Daten vom Parkplatz: N40° 09.479′ E8° 37.730′

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