Der Semaforo di Capo Sperone

Als wir jetzt Ende Januar wieder einmal ein paar Tage auf der Insel Sant’Antioco verbrachten, haben wir auch einige Tipps von unserem freundlichen Zimmervermieter erhalten. Ein Tipp davon war, im Süden der Insel zum   alten Leuchtturm von Capo Sperone hochzusteigen.

Am nächsten Tag haben wir uns gleich auf den Weg gemacht. Der Weg dorthin ist relativ einfach zu finden und wenn man dann auch noch an merkwürdigen weißen Kuppeln vorbeikommt, ist man  schon fast am Ziel. Diese weißen Kuppeln sind Teil einer neuen Hotelanlage in Zeltbauweise. Wir haben selten etwas so Grausliges in der schönen Natur gesehen.

Vor dem Anstieg zum Leuchtturm muss man jetzt das Auto abstellen und zu Fuß gehen. Zunächst war der Weg bis zum unteren Häuschen sehr schlecht.

Aber nach der Schranke ging es einen schönen gepflasterten Weg bis hinauf zum Leuchtturm. Nur das letzte Stück ist wieder nicht ausgebaut.

Als wir oben ankamen, genossen wir den Ausblick über den südlichen Teil der Insel, perfekt wäre es gewesen, wenn es nicht so diesig gewesen wäre.

Aber, man kann nicht alles haben.

Erst aus der Nähe sieht man, dass an dem Gebäude des Leuchtturmes schon sehr stark der Zahn der Zeit genagt hat. Ich bin jetzt schon gespannt, ob man auch noch ins Gebäude rein kann.

Wir laufen langsam ums Gebäude, geniessen weiter die Aussicht. Plötzlich einige Motorengeräusche von Motorrädern, zwei Enduromaschinen kommen den Weg herauf gefahren und ein dritter auf einer Trailmaschine prescht querfeldein aus der Macchia hervor, na ja. Die Einheimischen machen eine kurze Pause und fahren weiter.

Jetzt sind wir wieder alleine.

Als wir an der Rückseite des Leuchtturmes ankommen, sehe ich die Treppe des Eingangs. Kein Schild am Eingang, dass man das Gebäude nicht betreten dürfe und schon stehe ich drinnen.

Da ist schon der Putz ein wenig von der Wand, das Dach und die Fenster leicht undicht, sowie der Boden im Eingangsbereich überholungsbedürftig.

Man sollte sich im Gebäude sehr vorsichtig bewegen, auf lose Dachziegel oder sonstige Gefahren achten.

Ich bewegte mich mit aller Vorsicht durchs Gebäude. Dann höre ich meine Frau von außen reinrufen: “ Lebscht noch oder bisch scho wo neighagelt?“

Ich machte noch ein paar Fotos vom Inneren des Gebäudes, dann geht es wieder raus.

Langsam gehen wir wieder zum Auto zurück, genießen  weiter die Ruhe und Aussicht vom südlichen Gipfel Sant`Antiocos.

 

GARMIN GPS Daten von unserem Parkplatz: N38° 57.988′ E8° 24.931′

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