Die Quelle von Su Gologone

Auf der SP46 von Dorgali nach Oliena kommt circa 5 km vor Oliena auf der linken Seite die Einfahrt an die Sorgente Su Gologone . Die Straße bis zum Parkplatz der Su Gologone fahren, von hier geht es zu Fuß weiter, aber keine Angst, es ist nur ein Spaziergang an diese Karstquelle. Nach dem Zahlhäuschen geht man durch einen  schönen Blätterwald mit Eukalyptusbäumen und Pappeln, am Wegesrand sind noch Oleanderstäucher angepflanzt.

In der Mitte des kleinen Parks ist auch ein  Kiosk. Nach Belieben oder wenn die Kinder gerne im Park spielen wollen,   kann man hier auch schon die erste Rast machen und die Ruhe des Platzes geniessen. Wir waren im Mai, hatten wieder einmal Glück, dass wir fast alleine waren, Pech war, der Kiosk war noch nicht geöffnet.

Läuft man den Weg weiter, kommt ein Minianstieg zu einer kleinen Kirche. Diese Kirche Chiesa Nostra Signora della Pietà ist zum Teil in den Felsen gebaut. Der Innenraum der Kirche ist , wie so oft in Sardinien, sehr schlicht gehalten.

Von dieser Kirche geht es über eine Aussichtsterasse wieder hinunter zur Quelle. Sie fördert im Mittel 300 Liter pro Sekunde und ist somit die wichtigste Quelle in Sardinien. Die Quelle mündet nach circa 100 Meter in den Fluss Cedrino.

Es wird gesagt, dass in wasserreichen Zeiten das Wasser nur so hinabrauscht. Wir kamen allerdings noch nie in diesen Genuss. In den Bergen hinter und unter der Quelle befinden sich große Höhlengänge, die aber nur von Höhlenforschern erkundet werden können und bis heute noch nicht vollkommen erforscht  sind.

Hier kann man auch ein wenig am Bachbett entlang gehen , dann sieht man wunderbare Spiegelbilder im Wasser. Einige können es leider nicht lassen und meinen sie stehen vor dem Trevi-Brunnen oder einem Goldfischteich und werfen Geldmünzen hinein. Das muss nicht sein.

Vorne am Flussufer kann man in der Saison auch Kanus mieten und mehr oder weniger gemütlich den Cedrinofluss hinabpaddeln. Aber nicht vergessen, man muss dann gegen die Strömung wieder zurück.

Übrigens, wer wie wir aus dem süddeutschen Raum kommt, speziell die Schwäbische Alb kennt, fühlt sich hier an unseren Blautopf sehr stark erinnert. Kein Wunder allerdings, handelt es sich doch um dieselbe Karsterscheinung.

Nachdem wir uns die Quelle angeschaut haben, der Kiosk zu hatte , gingen wir auf einen Cappu mit Kuchen ins Hotel Su Gologone. Das hat man sich bei dieser „Wanderung“ ja schließlich verdient!  Unter schattigen Bäumen kann man diese kleinen Leckereien dann zusammen mit der absoluten Ruhe genießen. Wenn man an der Rezeption höflich anfragt, kann man das Hotel auch besichtigen, außer wahrscheinlich in der Hochsaison.  Es ist am Fuß des Supramonte terassenförmig aufgebaut, mit herrlichen Ausblicken in die bergige Umgebung. Hier und da gibt es kleine Sitzecken mit einer Bar und swimming-pool, aber auch kleine Lädchen, wo man sardisches Handwerk kaufen kann. Man merkt aber schon schnell, dass hier für den zahlenden Touristen gehandwerkt wird.

Mein neugieriger Blick erhaschte einen kurzen Ausblick in eine der Suiten, die sich im oberen Bereich des Hotels befinden und natürlich ihren Preis haben. Der untere Teil des Hotels mit den günstigeren Zimmern erschien mir aber recht duster. Die Küche soll hervorragend sein und diese kann man auch ohne Hotelaufenthalt ausprobieren.

http://www.sugologone.it/

Garmin GPS Daten vom Parkplatz :N40° 17.339′ E9° 29.664′

Ein weiterer Bericht von uns.

Die Quelle von Su Gologone mit einer hohen Ausschüttung

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